Gestörte Hautbarriere

Das Hautmikrobiom und UV-Schutz

Geschätzte Lesedauer: 5:30 Min.

Eine gesunde Hautschutzbarriere ist die Grundlage für widerstandsfähige Haut. Sie schützt vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung, Umweltverschmutzung und Temperaturschwankungen – und bewahrt gleichzeitig wertvolle Feuchtigkeit in der Haut. Stress, falsche Pflege oder übermäßiges Sonnenbaden können unser Hautmikrobiom (Hautflora) aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge: Die Haut reagiert empfindlich, spannt, juckt oder zeigt Rötungen und Hautunreinheiten.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie eine gestörte Hautschutzbarriere erkennen, welche Ursachen dahinterstecken und mit welcher Pflegeroutine Sie Ihr Hautmikrobiom stärken können. Denn nur eine intakte Hautbarriere kann ihre wichtigste Aufgabe erfüllen – Sie Tag für Tag zuverlässig zu schützen.

Mit einem Klick zum Thema:
Was ist das Hautmikrobiom?
Anzeichen für eine gestörte Hautbarriere
Ursachen für eine gestörte Hautbarriere
Ladival® Hautbarriere Repair Sonnenschutz-Creme
5 Tipps, um die Hautbarriere zu schützen und zu stärken

Kurz und knapp

  • Unser Hautmikrobiom schützt, regeneriert und hilft, schädliche Keime abzuwehren, und ist der Grundstein für eine intakte Hautbarriere.

  • Gerät das Mikrobiom aus dem Takt, kann dies eine gestörte Hautbarriere zur Folge haben, die sich durch Symptome wie Hautunreinheiten, Trockenheit, Rötungen und Juckreiz bemerkbar macht.

  • Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise falsche Pflegeprodukte, Genetik oder übermäßige Sonneneinstrahlung.

  • Durch die richtigen Pflegeprodukte, konsequenten Sonnenschutz und einen gesunden Lebensstil ist es möglich, die Hautbarriere zu schützen und zu verbessern.

Was ist das Hautmikrobiom?

Das Hautmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die auf unserer Haut leben – darunter Bakterien, Pilze und Viren. Diese unsichtbaren Mitbewohner bilden gemeinsam ein fein austariertes Ökosystem, das eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Haut spielt. 

Ein ausgewogenes Hautmikrobiom ...

  • … stärkt die natürliche Schutzfunktion.
  • … unterstützt die Regeneration.
  • … hilft schädliche Keime abzuwehren.

Anzeichen für eine gestörte Hautbarriere

Eine gestörte Hautbarriere macht sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar. Oft sind die Symptome unspezifisch, treten aber in Kombination auf und verschlechtern sich ohne die richtige Pflege. Die Anzeichen für eine geschwächte Hautschutzbarriere sind:

  • Spannungsgefühl und Trockenheit: Die Haut verliert vermehrt Feuchtigkeit und fühlt sich rau oder schuppig an.
  • Rötungen und Reizungen: Eine überforderte Hautbarriere reagiert schneller empfindlich auf äußere Reize wie Kälte, Wind oder Pflegeprodukte.
  • Juckreiz oder Brennen: Die Haut signalisiert, dass ihr schützender Mantel geschwächt ist und Reizstoffe leichter eindringen können.
  • Unreinheiten und Irritationen: Das gestörte Gleichgewicht kann Entzündungen und Unreinheiten begünstigen.
  • Fahle oder unruhige Hautstruktur: Wenn die Barrierefunktion beeinträchtigt ist, verliert die Haut an Glanz und wirkt weniger ebenmäßig.

Ursachen für eine gestörte Hautbarriere

Die Ursachen für eine gestörte Hautbarriere sind vielfältig und häufig das Ergebnis mehrerer Faktoren. Neben genetischen Einflüssen spielen vor allem äußere und alltägliche Reize eine entscheidende Rolle. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Übermäßige oder falsche Reinigung: Aggressive Tenside, zu heißes Wasser oder häufiges Waschen können die natürlichen Fette (Lipide) der Haut entfernen.
  • Ungeeignete Pflegeprodukte: „Überpflegen“ mit zu vielen Produkten, aggressive Peelings oder Rezepturen mit potenziell reizenden Inhaltsstoffen, belasten die Haut und schwächen ihre Schutzschicht.
  • Umweltfaktoren: UV-Strahlung, Kälte, Wind und Luftverschmutzung greifen die Hautbarriere an und fördern oxidative Prozesse.
  • Stress und Schlafmangel: Ein unausgeglichener Lebensstil kann das Hautgleichgewicht stören und Entzündungsprozesse begünstigen.
  • Hormonelle Veränderungen oder Medikamente: Auch innere Faktoren wie Hormonschwankungen oder medizinische Behandlungen können die Barrierefunktion beeinträchtigen.

Sonneneinstrahlung und Sonnenbrand: Belastung für die Hautbarriere

Sonneneinstrahlung gehört zu den äußeren Faktoren, die die Hautschutzbarriere stören können. Besonders UV-Strahlen greifen die oberen Hautschichten direkt an: Sie zerstören Lipide, die für den Zusammenhalt der Hautzellen wichtig sind. Zudem fördern sie die Bildung freier Radikale. Diese wiederum schädigen Zellstrukturen und stören die natürliche Regeneration der Haut.1

Kommt es zu einem Sonnenbrand, ist die Hautschutzbarriere akut geschädigt. Die Haut reagiert mit Rötung, Hitzegefühl und Spannungen – Zeichen einer Entzündungsreaktion. Dabei verliert sie nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch wichtige Schutzstoffe wie Ceramide und natürliche Fette. In dieser Phase ist die Haut besonders anfällig für Reizstoffe, Keime und Austrocknung.1

Um solchen Schäden vorzubeugen, ist konsequenter Sonnenschutz unerlässlich. Die tägliche Anwendung von Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+), angepasst an Ihren Hauttyp und mit Mikrobiom-freundlichen Eigenschaften, schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern kann langfristig auch das Hautmikrobiom stärken.2

Ladival® Hautbarriere Repair Sonnenschutz-Creme

Wenn die Haut aus dem Gleichgewicht geraten ist, braucht sie besonderen Schutz und Pflege. Die Ladival® Hautbarriere Repair Sonnenschutz-Creme Gesicht LSF 50+ wurde speziell für strapazierte Gesichtshaut entwickelt. Sie stärkt und regeneriert bei täglicher Anwendung die Hautbarriere, reduziert den Feuchtigkeitsverlust und hilft so, das natürliche Gleichgewicht der Haut zu bewahren.

5 Tipps, um die Hautbarriere zu schützen und zu stärken

Eine intakte Hautbarriere ist entscheidend für gesunde, widerstandsfähige Haut. Mit fünf einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Hautmikrobiom verbessern:

  1. Sanfte Reinigung: Milde, pH-neutrale Produkte schonen die Haut und bewahren ihre natürlichen Lipide.
  2. Feuchtigkeit & Lipide: Cremes mit Ceramiden3, Hyaluronsäure oder pflanzlichen Ölen unterstützen die Regeneration der Schutzschicht.
  3. Konsequenter Sonnenschutz: Täglicher Sonnenschutz beugt UV-Schäden und Sonnenbrand vor – auch im Winter, beispielsweise im Skiurlaub.
  4. Sanfte Pflegeprodukte: Vermeiden Sie aggressive Peelings und Inhaltsstoffe. Sanfte Formulierungen fördern die Hautgesundheit.
  5. Gesunder Lebensstil: Ausreichend Schlaf, Stressreduktion, viel Flüssigkeit und eine antioxidative Ernährung stärken die Haut von innen.

Quellen:
Skin Barrier Function and the Microbiome. Int. J. Mol. Sci. 2022, 23, 13071. https://doi.org/10.3390/ijms232113071 (zuletzt aufgerufen am 31.10.2025)
The skin microbiome: impact of modern environments on skin ecology, barrier integrity, and systemic immune programming. World Allergy Organ J 10, 29 (2017). https://doi.org/10.1186/s40413-017-0160-5 (zuletzt aufgerufen am 31.10.2025)
¹ Solar UV radiation reduces the barrier function of human skin. Proc Natl Acad Sci U S A. 2012 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3479513 (zuletzt aufgerufen am 31.10.2025)
² New research reveals active benefits of UV filters to preserve skin microbiome – dsm-firmenich (zuletzt aufgerufen am 31.10.2025)
³ Ceramides and Skin Health: New Insights. Exp Dermatol. 2025 Feb. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39912256/ (zuletzt aufgerufen am 31.10.2025)

 

Weitere interessante Artikel

Was hilft gegen
Sonnenbrand?

Je nachdem, wie stark der Sonnenbrand ist, sollten sie diesen auch unterschiedlich behandeln. Lesen Sie mehr über die richtige Hilfe bei Sonnenbrand.

Mallorca-Akne

Mallorca-Akne entsteht unter Einwirkung von UV-A-Strahlung im Zusammenhang mit körpereigenen Fetten oder fett- und emulgatorhaltigen Kosmetika.

Polymorphe Lichtdermatose

Polymorphe Lichtdermatose (PLD) ist eine Reaktion auf Sonnenstrahlung, die besonders zu Beginn der Sonnensaison auftritt, wenn die Strahlung auf sonnenentwöhnte Haut trifft.