Wird durch den Lichtschutzfaktor 50+ die Bildung von Vitamin D verhindert?

„Für eine ausreichende Vitamin-D-Synthese genügt es nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV-Dosis (0,5 MED) auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde.“ (Konsentierte Empfehlungen zu UV-Strahlung und Vitamin D, Bundesamt für Strahlenschutz, 2014).

Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp 2 bei hohen sonnenbrandwirksamen UV-Bestrahlungsintensitäten (UV-Index 7) rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von circa 12 Minuten. Die Eigenschutzzeit der Haut ist auch innerhalb eines Hauttyps (Pigmentierungstyps) individuell unterschiedlich. Bezogen auf UV-Index 8 gelten folgende Richtwerte:

Hauttyp 1: 5 – 10 Min.

Hauttyp 2: 10 – 20 Min.

Hauttyp 3: 20 – 30 Min.

Hauttyp 4: 30 – 40 Min.

Dementsprechend sind also je nach Pigmentierungstyp ca. 5 bis 15 Minuten Sonnenexposition bei UV-Index 8 zwei- bis dreimal pro Woche zur Vitamin-D-Synthese ausreichend.