Was heißt COLIPA Ratio?

Früher galt für den UV-A-Schutz der Australische Standard. Danach mussten mindestens 90 Prozent der UV-A-Strahlung vom Sonnenschutzmittel absorbiert werden. Oberhalb dieser Grenze wurde keine weitere Differenzierung vorgenommen.

So blieb der UV-A-Schutz unabhängig vom LSF eines Sonnenschutzmittels (dieser gibt Auskunft über den UV-B-Schutz eines Sonnenschutzproduktes) immer gleich. Bei einer Erhöhung des LSF und damit auch der möglichen Verweildauer in der Sonne wurde also keine Anpassung bzw. Erhöhung des UV-A-Schutzes vorgenommen.

Die EU-Kommission hat hier eine Schutzlücke für den Verbraucher gesehen und eine Empfehlung bezüglich der UV-A/UV-B-Balance herausgegeben, die 2009 in Kraft getreten ist.

Die Empfehlung der EU-Kommission liegt bei 1:3. Das bedeutet, dass bei allen Sonnenschutzprodukten der Schutz vor UV-A-Strahlung immer mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzes (ausgedrückt über den LSF) betragen muss. Die sogenannte COLIPA-Ratio oder UV-A/UV-B-Balance löste in der gesamten EU den Australischen Standard ab.